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Zeitgenössische Kunst in Palma: Galerien & Art Palma Summer
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Zeitgenössische Kunst in Palma: Galerien & Art Palma Summer

Geschrieben von Es Princep / Juni 03, 2026

Palma, Stadt der Galerien: ein Spaziergang durch die zeitgenössische Kunst der Altstadt

Manche reisen für die Buchten nach Mallorca und entdecken dann, dass die Insel im Herzen ihrer Hauptstadt eine der lebendigsten Szenen zeitgenössischer Kunst des Mittelmeers verbirgt. Palma trägt das nicht laut vor sich her. Es tut es auf seine Weise: hinter steinernen Toren, in mittelalterlichen Kapellen und in herrschaftlichen Innenhöfen, wo das Licht wie in einem Gemälde fällt.

Für Reisende, die die Stadt dem Strand vorziehen, ist ein Galerienrundgang durch die Altstadt genau die Art von Plan, die Kultur, Spaziergang und Entdeckung verbindet – ganz ohne Auto. Und vom Viertel Calatrava aus, wo das Es Princep liegt, sind fast alle zu Fuß erreichbar.

Die Straße der Galerien

Hätte Palma eine der Kunst gewidmete Straße, wäre es die Carrer Sant Feliu. Auf wenigen Metern reihen sich Räume aneinander, die die Stadt zu einem Bezugspunkt für Sammler und Neugierige gemacht haben. Hier nutzt die Galerie Gerhardt Braun jeden Winkel eines alten Stadthauses für Malerei, Fotografie und konzeptuelle Arbeiten; nur wenige Schritte entfernt zeigt die deutsche Galerie Kewenig ihre Werke im Oratori de Sant Feliu, einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, in der zeitgenössische Kunst mit jahrhundertealtem Stein in Dialog tritt. Kaum ein Ort bringt Palma besser auf den Punkt: das Neue im Einklang mit dem sehr Alten.

Paläste, die zu Kunst werden

Nur wenige Minuten entfernt, in der Fußgängerstraße Can Verí, bestimmt die Galerie Pelaires seit 1969 den Takt der spanischen Gegenwartskunst. Sie eröffnete zur Zeit Mirós und bleibt ein Pflichtbesuch – ihrer Ausstellungen wie des historischen Palasts wegen, der sie beherbergt. Nicht weit entfernt setzt Horrach Moyà aus seinen minimalistischen Räumen auf das Konzeptuelle, während ABA Art Lab gegenüber dem Museum Es Baluard seine lichtdurchfluteten Säle mit Projekten füllt, die eigens für jede Ausstellung entstehen. Und um die aufstrebenden Talente der Insel zu entdecken, hat sich die Galería Reus – seit 2003 aktiv – als einer der zentralen Räume der neuen mallorquinischen Szene etabliert.

Und über allem thront, wie das große Leuchtfeuer der Szene, das Museum Es Baluard, das von den alten Renaissance-Mauern auf die Bucht blickt. Seine Sammlung und seine Wechselausstellungen sind der beste Ausgangs- oder Schlusspunkt, um die Kunst der Insel zu verstehen.

Art Palma Summer: die Nacht, in der die Stadt zum Museum wird

Wenn es einen Moment gibt, all das auf einmal zu erleben, dann Art Palma Summer. Anfang Juni (dieses Jahr am 4.) öffnen über zwanzig Galerien und Räume im Zentrum gleichzeitig für einen Abend ihre Türen, mit fast fünfzig Ausstellungen und rund hundert Künstlern. Die Gassen der Altstadt füllen sich mit Menschen, die mit einem Glas in der Hand von Raum zu Raum ziehen, während die Sonne untergeht. 

Eine Route für einen Nachmittag

Ein guter Weg: im Es Baluard beginnen, um sich einzustimmen, hinunter zur Carrer Sant Feliu und ihren Galerien gehen, weiter nach Can Verí und zur Pelaires, und den Nachmittag auf einer Terrasse in der Altstadt ausklingen lassen, während sich das goldene Licht über die Dächer legt. Vom Es Princep mitten in Calatrava ist die gesamte Route zu Fuß machbar.

Denn das ist es letztlich, was Palma auszeichnet: eine Stadt, in der die Kunst nicht in einem einzigen Gebäude eingeschlossen ist, sondern über Gassen, Paläste und Kapellen verstreut – und auf jeden wartet, der hinsehen mag.

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